Quecksilberbelastung durch zerbrochene Energiesparlampen

Quecksilber gehört zu den hochtoxischen Schwermetallen. Quecksilbervergiftungen treten vor allem durch Kontaminationen am Arbeitsplatz, belastete Lebensmittel (vor allem bei Fisch und Getreide) und durch Amalgamfüllungen auf. Chronische Vergiftungen äußern sich in Nerven- und Nierenschäden, wobei Kinder und schwangere Frauen am empfindlichsten gegenüber Quecksilberverbindungen sind.

In Innenräumen ist eine Quecksilberbelastung eher selten. Seit 2009 hat die EU durch eine Verordnung das Ende der klassischen Glühlampen angeordnet. Über den Sinn oder Unsinn dieses Vorgehens kann man sich sehr wohl streiten. Dieser Schritt hat zu einer massiven Verbreitung der bis dahin eher unbeliebten Energiesparlampen geführt.

Energiesparlampen sind aus mehreren Gründen als Leuchtmittel vor allem in privaten Haushalten eher ungeeignet. Ihr Licht hat nur ein sehr begrenztes Spektrum mit einem zu hohen Blauanteil. Zu viel Bauanteile führen aber im Körper zu einer verminderten Melatoninausschüttung und können somit Schlafstörungen auslösen.

Desweiteren verursachen viele Energiesparlampen durch ihre Vorschaltgeräte Oberwellen oberhalb der beim Hausstrom üblichen 50 Hz. Die hier gezeigte Messung hat Oberwellen im Bereich von 150 Hz ergeben. Dieser Effekt wird auch „Dirty power“ genannt. Oberwellen haben nach Ansicht einiger Fachleute (Ärzte, Wissenschaftler, Heilpraktiker) aber eine stärkere biologische Auswirkung als elektrische und magnetische Felder, die rein von 50 Hz Stromnetzen erzeugt werden. Die schwedische TCO Norm hat sogar für Oberwellen niedrigere Grenzwerte am Arbeitsplatz festgelegt.

Ein Hauptproblem der Energiesparlampen ist aber ihre Belastung mit Quecksilber. Zum einen macht es sie zu Sondermüll, man darf sie also nicht im Hausmüll entsorgen, und zum anderen, viel kritischeren Punkt, macht es sie zu einer permanenten Gefahrenquelle für eine Quecksilberbelastung im privaten Haushalt.

Was tun also, wenn eine Energiesparlampe zerbricht? Das Umweltbundesamt empfiehlt dazu folgende Vorgehensweise:

  • Vor dem Reinigen den Raum 15 min. lüften und den Raum verlassen. Heizung und Klimaanlage abdrehen!
  • Während des Reinigens das Fenster weiter offen lassen
  • Für die erste Reinigung keinen Besen, Handfeger oder Staubsauger verwenden! Der Staubsauger wirbelt das Quecksilber wieder in die Raumluft. Das können Sie vermeiden, indem Sie Glassplitter mit Karton oder steifem Papier zusammenkehren.
  • Tragen Sie Gummihandschuhe! So schützen Sie ihre Hände vor scharfen Glassplittern und vor dem Kontakt mit dem Quecksilber.
  • Vorsichtig die größeren Stücke in ein luftdicht verschließbares Gefäß geben. Z.B. in ein leeres Konservenglas. Auf glatten Böden wischen Sie den Staub und die restlichen Glassplitter mit feuchten Papiertüchern auf und stecken sie in das Gefäß.
  • Splitter und Stäube, die auf Teppichen, Decken oder Polstern liegen, nehmen Sie mit einem Klebeband auf und geben diese ebenfalls in das Gefäß. Diese Abfälle geben Sie bei der örtlichen Sammelstelle ab – nicht in den Hausmüll! Bis zur Entsorgung sicher aufbewahren. Erst nach dieser Grobreinigung kann der Staubsauger eingesetzt werden. Wichtig: Während des Saugens und danach gut lüften. Staubsaugerbeutel und Feinstaubfilter sowie alle Reinigungsutensilien entsorgen Sie in der Restmülltonne außerhalb des Hauses.
  • Im Anschluss an alle Reinigungsmaßnahmen lüften Sie noch einige Zeit. Danach die Hände gründlich waschen.

Wenn man diese ganzen Nachteile bedenkt, sollte man sich gut überlegen, ob man sich noch Energiesparlampen zulegt. Als Baubiologen raten wir zu Hochvolthalogenlampen oder neuen LED-Lampen, wenn diese einen niedrigen Flimmerfaktor und ein gutes Farbspektrum aufweisen. Auf Anfrage können wir Ihnen Produkte empfehlen.

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