Richtig Lüften

Schimmelvermeidung

Warum ist gerade im Winter das Lüften so wichtig?

Viele Leute benutzen ein Hygro-/Thermometer um ihre Raumluftfeuchte zu überprüfen. Man weiß ja, dass zu hohe Luftfeuchtigkeit zu Schimmelbildung führen kann. Was viele nicht wissen ist, dass die Messgeräte nicht die tatsächliche Wassermenge in der Luft anzeigen, sondern nur die relative, bezogen auf die maximale Aufnahmefähigkeit der Luft. Gerade im Winter kann das aber zu einem Missverständnis führen, dass die Luft draußen feuchte sei als drinnen. Es ist genau umgekehrt. Bei einer relativen Luftfeuchte von 50% enthält die Luft bei 20°C Innenraumtemperatur knapp 9g Wasser pro Kubikmeter. Außenluft enthält aber bei 5°C und 90% relativer Luftfeuchte, also fast Sättigung, nur 6 g pro Kubikmeter. Der Luftaustausch zwischen Außen und Innen wird also eine Trocknung der Innenraumluft bewirken.

Problematisch ist es im Winter, wenn kalte Außenwände sich in einem feuchten Raum befinden. Hat der Raum z.B. 22°C und 50% Luftfeuchte, die Außenwand aber 14°C, dann liegen an der Oberfläche Bedingungen vor, an den Schimmelwachstum entstehen kann. Regelmäßiges Lüften ist dann eine Sofortmaßnahme, mit der man das Verhindern kann. Dauerhaft sollte man hier zusätzlich über eine geeignete Dämmmaßnahme nachdenken.

Wie lüftet man richtig? Wichtig ist, dass die warme feuchte Luft möglichst komplett und in kurzer Zeit mit kälterer, trockenerer Luft ausgetauscht wird. Das erreicht man am besten mit Querlüftung. Alle 1-2 Stunden sollte man Fenster und Türen komplett für 5-10 Minuten öffnen. Je kälter es draußen ist, desto kürzer kann diese Lüftungsphase sein, weil sich die Luft bei größerer Temperaturdifferenz schneller austauscht.

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Dipl. Ing. (FH)
Baubiologe (IBN)

Claudius Pöppinghaus

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Sachverständiger für die Erkennung und Bewertung

von Schimmelpilzschäden (TÜV)