Schimmel vermeiden

Wie entsteht Schimmel in Wohnräumen? Schimmelsporen finden sich zu jeder Zeit in der Luft. Im Sommer mehr, im Winter weniger. Zum Wachsen brauchen die Sporen vor allem Feuchtigkeit. Es reicht wenn diese lokal auftritt.

Man kann also grundsätzlich Schimmel vermeiden, wenn man die Feuchtigkeit überall in der Wohnung niedrig hält. Das ist aber nicht in allen Fällen automatisch möglich. Feuchtigkeit kann auch durch bauliche Mängel, z.B. durch sogenannte Wärmebrücken entstehen. Nassräume wie Bäder, Küchen oder WCs können immer bei Benutzung (Duschen, Kochen etc.) eine höhere Raumluftfeuchte aufweisen. Was kann man also tun um Schimmelbildung zu vermeiden?

  • Lüften Sie regelmäßig. Bei längerem Aufenthalt am besten einmal in der Stunde sonst mindestens 3-4 mal am Tag für 10-15 min. Es reicht nicht ein Fenster zu kippen. Ein guter Luftaustausch ist erst bei Querlüftung mit voll geöffneten Fenstern auf 2 Seiten oder einem Fenster und einer Tür gegeben. Die Luftfeuchtigkeit sollte nicht höher als 55% betragen und die Wohnraumtemperatur möglichst nicht über 21°C.
  • Stellen Sie möglichst keine Möbel direkt an kalte Außenwände. Lassen sie zwischen den Möbel und der Außenwand mind. 5-10 cm Luft.
  • Benutzen Sie keine Luftbefeuchtern. Diese sind meistens schon Ursache für eine erhöhte Keimbelastung in der Wohnunraumluft.
  • Ein großer Schimmelherd befindet sich im Schlafbereich. Der Mensch dünstet Nachts aus und die Feuchtigkeit geht direkt in das Kopfkissen und die Bettdecke. Deshalb sollte diese einmal im Monat bei 90 Grad gewaschen werden.
  • Beim Kochen die Dunstabzugshaube anstellen, damit die entstehende Feuchtigkeit abziehen kann
  • Das Bad nach Benutzung gut Lüften. Am besten mit Außenluft oder bei Innenbädern mit nachlaufender Ventilation.
  • Leeren Sie ihre Biotonne und den Hausmüll regelmäßig aus. Dort sind natürliche Keimherde.
  • Trocknen Sie ihre Wäsche nicht in der Wohnung, sondern möglichst im Freien oder auf dem Dachboden.
  • Bei Neubau oder Renovierung achten Sie darauf, dass Putze und Farben genommen werden, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Ideal eignen sich alle Lehmfarben und -Putze.

Weitergehende Informationen zu Schimmel

Hier finden Sie den Fragebogen für die Hausanamnese, in dem u.a. wichtige Informationen zum Thema Schimmelbildung im Vorfeld abgeklärt werden können.

Dipl. Ing. (FH)
Baubiologe (IBN)

Claudius Pöppinghaus

Tel.: 06172-2655246
cp@hausanamnese.de

Sachverständiger für die Erkennung und Bewertung

von Schimmelpilzschäden (TÜV)